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Pressemitteilung "Zeugnisausgabe in Sachsen - dieses Jahr ist alles anders"

Schnappschuss PM Zeugnisse 07 2020Die Auswirkungen der Coronapandemie und der Lockdown in Deutschland stellten Schüler_innen, Eltern und die Lehrkräfte in den letzten Monaten vor besondere Herausforderungen. Heute gibt es nun die Zeugnisse in Sachsen.

 

Liebe Kinder und Jugendliche, Ihr habt das großartig gemacht! Dieses Halbjahr war ein besonderes Schuljahr. Homeschooling, Onlinebeschulung und Schulbesuche – so anders war ein Schuljahr noch nie. Unterricht mit den Eltern, Aufgaben aus dem PC, wöchentliche Schulbesuche oder tageweise – es gab unterschiedliche Umsetzungen. Immer jedoch gab es auch Aufgaben für die Zeit zu Hause.

 

Nun ist der große Tag und Ihr bekommt Eure Zeugnisse. Die Zeugnisse, die dem Halbjahreszeugnis oft ähneln. Dennoch wissen wir, dass das Schuljahr für Euch anstrengend war. Vielleicht habt Ihr Sorgen und Ängste wegen des Zeugnisses oder wie es weitergeht. Fragen, wie zum Beispiel: Wie geht es nach den Ferien weiter? Bekomme ich meine Ausbildung trotz Corona? Ich habe eigentlich gar nicht so viel gelernt in der letzten Zeit, wie schaffe ich das neue Schuljahr bloß? Wenn Ihr Sorgen, Fragen oder Ärger habt und Euch nicht verstanden fühlt, dann ruft die Berater_innen am Kinder- und Jugendtelefon an. Unter der kostenfreien Nummer 116 111 sind sie montags bis samstags von 14.00-20.00 Uhr und Mo, Di, Do zusätzlich von 9.00-11.00 Uhr erreichbar. Sie sind für Euch da und hören Euch zu, ganz egal, was Euch beschäftigt. Gemeinsam schaut Ihr, was Euch helfen kann.

 

Pressemitteilung "Ausländerbeauftragter und Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. schreiben den Sterntalerpreis 2020 aus"

Sterntalerpreis Teaser quadrat 200527Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth, MdL, setzen ihre Zusammenarbeit fort. Gemeinsam wollen sie mit dem Preis das besondere ehrenamtliche Engagement für Kinder und/oder Jugendliche mit Migrationshintergrund und Benachteiligung würdigen. Der Preis ist wie folgt ausgeschrieben:


Sterntaler, der Preis für besonderes Engagement für Kinder mit Migrationshintergrund und Benachteiligung

 

Sie helfen in Sachsen Kindern mit Migrationshintergrund und Benachteiligung? Ihre Arbeit schützt diese Kinder, lässt sie Gemeinschaft erleben und stärkt ihre Beteiligung? Dann sollte Ihr Engagement bekannter werden und andere ermutigen, es Ihnen gleich zu tun. Bewerben Sie sich für den Sterntaler, den Sächsischen Kinderschutzpreis!

 

Werden Kinder zum Beispiel mit Fluchterfahrung oder sozialen Nachteilen gezielt integriert, können sie in unserer Gesellschaft chancengerechter aufwachsen. Das Engagement dafür wollen wir bekannt machen und würdigen.

 

Pressemitteilung „Kinder und deren Eltern brauchen eine Perspektive – die weitere Öffnung von Kindertagesstätten ist unbedingt notwendig"

Schnappschuss pm kitaoeffnung 1Am heutigen Mittwoch (06.05.2020) werden die Ministerpräsident_innen der Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin über weitere Maßnahmen zur Lockerung der Einschränkungen sprechen. Der sächische Kinderschutzbund fordert dazu auf, endlich auch die Kinder und deren Eltern in den Blick zu nehmen und ihnen mit einem Stufenplan zur weiteren Öffnung von Einrichtungen für Kinder eine Perspektive zu geben.

 

„Kinder brauchen andere Kinder für ihre Entwicklung. Sie benötigen eine anregungsreiche Spielumgebung, Anleitung und Fürsorge, sowie abwechslungsreiche Angebote, die ihrer Entwicklung und Bedürfnissen angepasst sind,“ sagt Christina Koch, die stellvertretende Vorsitzende des sächischen Kinderschutzbundes. „Eltern und Erziehende haben in den zurückliegenden Wochen zu Hause Großartiges vollbracht, sich während der Kontaktbeschränkungen intensiv um ihre Kinder gekümmert,  vielfach nebenbei noch im Homeoffice gearbeitet. Diese Eltern brauchen jetzt eine Perspektive der Entlastung,“ so Koch weiter.

 

Für Kinder leisten Kindertagesstätten einen wichtigen Beitrag zur Integration, frühen Bildung und Chancengerechtigkeit. Zudem bieten sie gerade für Risikofamilien, in denen eine optimale Förderung unmöglich oder sogar eine mögliche Gefährdung besteht, eine sehr wichtige und wirkungsvolle Schutz- und Präventionsmöglichkeit. „So wichtig die intensiven Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus waren, braucht es nun einen zeitlich untersetzten Rahmenplan zur Öffnung für weitere Anspruchsgruppen,“ formuliert Ullrich Gintzel, Vorsitzender des sächischen Kinderschutzbundes. „Die Bedürfnisse und der Schutz von Kindern muss bei möglichen Entscheidungen zu Kita-Öffnungen an erster Stelle stehen. Zu lange wurden Kinder als potentielle Virenträger gesehen und nicht als Menschen mit eigenständigen Rechten,“ so Gintzel weiter.

Pressemitteilung „Kinder in der Corona-Pandemie – 20 Jahre Recht auf gewaltfreies Aufwachsen“

schnappschuss pm gewaltfrei 2020 webZum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30.04.2020 befürchtet der Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V., dass das Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung in der Corona-Pandemie gefährdet ist.

 

Größer könnte das Spannungsfeld nicht sein. Die gute Nachricht ist: Am 30.04.2020 jährt sich die Einführung des Paragrafen 1631 (2) zur gewaltfreien Erziehung ins BGB zum zwanzigsten Mal. Neben dem generellen Bedarf nach konsequenten Maßnahmen zur Verhütung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche besteht aber aktuell das Risiko einer Gewaltzunahme: „Insbesondere während der aktuellen Corona Pandemie darf die Politik das Risiko der verdeckten Gewalt gegen Kinder nicht aus den Augen verlieren. Schließlich ist durch die Reduzierung von dem Kita- und Schulbetrieb, die soziale Aufmerksamkeit geringer geworden“, sagt der Landesvorsitzende Ullrich Gintzel. „Als sächsischer Kinderschutzbund versuchen wir seit einigen Wochen mit Tipps und Hinweisen für Erziehende diese und die Kinder in ihrer besonderen Alltagssituation zu stärken und Momente der Entspannung zu schaffen.“

 

Pressemitteilung „Mehr Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern aufnehmen“

schnappschuss pm fluechtlingskinderDie sächsische Staatsregierung hat beschlossen, 25 Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen. Allerdings kann dies angesichts der hohen Zahl von mehr als 7.000 Kindern allein im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos nur ein erster Schritt sein. Der Kinderschutzbund in Sachsen fordert, mehr Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern aufnehmen und Evakuierungsaktion von Mission Lifeline unterstützen.

 

Die Flüchtlinge harren unter menschenunwürdigen Zuständen in den griechischen Lagern aus. Insbesondere unbegleitete Kinder sind schutzlos Gewalt und Missbrauch ausgeliefert. Sehr junge sowie kranke Kinder und ihre Mütter zählen weiterhin zu den Schutzbedürftigen. Fehlende medizinische Versorgung und absolut prekäre hygienische Zustände gefährden in höchstem Maße die Gesundheit. Diese Situation ist weder mit den UN-Kinderrechten noch mit den europäischen humanen Grundwerten in Einklang zu bringen. Daher bitten wir die sächsische Staatsregierung und den Ministerpräsidenten eindringlich, sich für die Aufnahme einer größeren Zahl von Kindern in Sachsen einzusetzen, damit wenigstens diesen besonders Hilfsbedürftigen geholfen wird. Der Freistaat sollte die aufnahmebereiten Kommunen unterstützen und die notwendigen finanziellen Ressourcen bereitstellen.