Zur Diskussion um das Absenken der Strafmündigkeit

Straffälligkeit von Minderjährigen gerät durch Vorfälle in Leipzig erneut in den Blick der Öffentlichkeit. Damit kommt erneut die Diskussion um das Absenken der Strafmündigkeit sowie die geschlossene Unterbringung von auffälligen Kindern und Jugendlichen auf. Der Paritätische Sachsen fordert stattdessen, mehr Ressourcen, bessere Koordination und frühzeitige Hilfe.

Die Lösung liegt in der Weiterentwicklung von präventiven, therapeutischen und intensivpädagogischen Hilfen“, so Carsten Schöne, Regionalleiter für Dresden und Görlitz beim Paritätischen Sachsen und stellvertretender Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses.

 

Ein Ausbau repressiver Instrumente darf niemals den Ausbau präventiver Strukturen ersetzen. Der Schutz der Gesellschaft und die Wahrung der Kinderrechte müssen gleichrangig berücksichtigt werden. Daher schlägt der Paritätische Sachsen die Einrichtung einer landesweiten Koordinierungsstelle für Fälle mit komplexen Hilfebedarfen vor. Nur mit geeigneten sozialpädagogischen und therapeutischen Settings kann das Spannungsfeld zwischen öffentlicher Sicherheit und Kindeswohl wirksam aufgelöst werden.

Hier gibt es weitere Informationen: https://parisax.de/aktuelles/aktuelles-artikelansicht/news/geschlossene-unterbringung-von-jugendlichen-ist-keine-loesung/

 

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