Würdigung für jahrzehntelanges Engagement im Kinderschutz: Andreas Färber erhält Annen-Medaille „Soziales Sachsen“
Am 29. September 2025 wurde Andreas Färber in Dresden mit der Annen-Medaille „Soziales Sachsen“ ausgezeichnet. Der Freistaat Sachsen würdigt damit sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement für Kinder und Jugendliche – lokal in Plauen, landesweit in Sachsen und darüber hinaus.
Andreas Färber ist Gründungsmitglied und seit über 30 Jahren im Vorstand des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Plauen e.V. aktiv. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1992 prägt er die Kinder- und Jugendarbeit im Vogtlandkreis maßgeblich. Zu den von ihm initiierten und begleiteten Projekten zählen unter anderem die heilpädagogische Tagesgruppe, das Kinder- und Jugendtelefon sowie das „Kindercafé Mücke“. Später kamen Angebote wie Schulbegleitung, Familienpflege und Schulsozialarbeit hinzu – viele davon wären ohne sein Fachwissen und seine Beharrlichkeit nicht realisierbar gewesen.
Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Seit 2020 ist Andreas Färber Ideengeber und Organisator der Kinderstadt in Plauen, die demokratische Prozesse für Grundschulkinder erlebbar macht. 2023 entwickelte er das Konzept der Kinderkonferenz – ein Beteiligungsformat für Schüler_innen weiterführender Schulen, das seither jährlich stattfindet. Zusätzlich engagiert er sich wöchentlich in der AG „Powerkids“, einem Kooperationsprojekt mit einer Plauener Grundschule.
Auch auf Landesebene bringt Andreas Färber seine Expertise seit vielen Jahren in den Vorstand des Kinderschutzbundes Sachsen ein. Mit dem Blick eines Praktikers und der Erfahrung aus seiner früheren Tätigkeit an einer heilpädagogischen Schule setzt er sich für chancengerechtes Aufwachsen und die Beteiligung von Kindern in allen sie betreffenden Lebensbereichen ein. Zeitweise war er zudem ehrenamtlich im Vorstand des Bundesverbandes aktiv.
Die Annen-Medaille wird jährlich an Menschen verliehen, die sich ehrenamtlich in der Sozial- oder Familienarbeit besonders verdient gemacht haben. Sie trägt den Namen der Kurfürstin Anna von Sachsen (1532–1585), die sich in ihrer Zeit in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzte. Mit dieser Ehrung bringt die Sächsische Staatsregierung ihre besondere Wertschätzung zum Ausdruck und verleiht dem Engagement öffentliche Anerkennung.