Weltflüchtlingstag 2026: Schutz, Teilhabe und Zukunftsperspektiven für geflüchtete Kinder stärken
Zum Weltflüchtlingstag erinnert der Kinderschutzbund Sachsen an die vielen Kinder, die weltweit vor Krieg und Gewalt fliehen. Für die in Sachsen ankommenden jungen Menschen trägt unsere Gesellschaft besondere Verantwortung.
Unter dem Motto „Until Everyone is Safe“ macht der Tag auf das Recht auf Schutz aufmerksam. Mit dem neuen GEAS sieht der Kinderschutzbund jedoch zentrale Kinderrechte gefährdet und fordert deren konsequente Umsetzung.
Der Kinderschutzbund Sachsen mahnt an, dass Kinderrechte auch im Asylsystem uneingeschränkt gelten müssen. Konkret fordern wir:
Keine Inhaftierung von geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Familien. Kinderschutz muss immer Vorrang vor freiheitsbeschränkenden Maßnahmen haben.
Frühe Erkennung besonderer Schutzbedarfe. Dafür braucht es qualifizierte medizinische, psychologische und therapeutische Fachkräfte in den Aufnahmeverfahren.
Konsequenter Schutz unbegleiteter Minderjähriger. Bereits bei Verdacht müssen sie in die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe überführt und rechtlich vertreten werden.
Schneller Zugang zu Bildung. Geflüchtete Kinder und Jugendliche müssen so früh wie möglich eine Schule besuchen können. Familien mit schulpflichtigen Kindern sollten zügig in geeignete Kommunen verteilt werden.
Zugang für Nichtregierungsorganisationen bei Screening- und Altersfeststellungsverfahren. Transparenz und unabhängige Begleitung sind essenziell für den Schutz der Betroffenen.
„Eine solidarische Gesellschaft zeigt sich im Umgang mit Schutzsuchenden“, so Silke Brewig-Lange. Der Kinderschutzbund bleibt Lobby für die Rechte aller Kinder in Sachsen.
Die Pressemitteilung finden Sie in unserem Downloadbereich hier.
Quelle: Kinderschutzbund BV