Macht.Schutz.Beteiligung
- Kurs Nr. C2/2026
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C2/2026
Fachtagung zur gelebten Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten in der stationären Jugendhilfe
Gewaltschutz in der stationären Jugendhilfe ist mehr als ein Konzept – er ist ein gelebter Kulturwandel.
Die Fachtagung „Macht.Schutz.Beteiligung“ bringt Fachkräfte, Leitungspersonen, junge Menschen und Expert_innen zusammen, um gemeinsam Wege zu reflektieren und zu gestalten, wie Schutzkonzepte wirksam und partizipativ umgesetzt werden können.
Im Zentrum stehen Fragen nach Machtverhältnissen, Beteiligung und Haltung im pädagogischen Alltag. Impulse, praxisnahe Workshops und der Austausch mit jungen Menschen bieten Raum für Reflexion, Inspiration und konkrete Weiterentwicklung.
Ablaufplan
08:00 – Ankommen & Registrierung
Gemütliches Ankommen mit Kaffee und Gelegenheit zum Netzwerken.
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🗣️ Impulsvorträge & Diskussionen
09:00 – Eröffnung durch den Kinderschutzbund LV Sachsen e.V.
Begrüßung und Einführung in das Thema.
09:15 – Prof. Dr. Mechthild Wolff (Hochschule Landshut, SAFE PLACES)
🧠 „Macht rechtbasiert gestalten – Warum Schutzkonzepte mit einer kinder- und jugendrechtlichen Perspektive beginnen müssen“
• Macht als pädagogisches Strukturprinzip
• Reflexion und Begrenzung von Machtbeziehungen
• Schutzkonzepte als Kulturentwicklungsprozesse
• Verankerung in Leitung, Haltung, Alltag und Qualifizierung
10:00 – Pause
10:20 – Sebastian Zapff (DKSB OV Dresden) & Katharina Lötzsch (SRH)
„Macht haben, Macht abgeben – wie beteiligungsorientierte Gewaltschutzprozesse praktisch umgesetzt werden“
11:05 – Sprecher_innenrat der Landesjugendkonferenz
Anna Begowska, Laura Schubert, Artur Legiersky, Lucy Ziegner, Mila Meinel
„Wir sind keine Gäste – Beteiligung ist Grundrecht“
• Praxisbeispiele
• Beteiligungserfahrungen
• Forderungen
⏱️ 25 Minuten
🧩 Workshops – Phase 1
11:30 – Verabredungen zur Weiterarbeit / Umbau
⏱️ 15 Minuten
11:45 – Workshop-Angebote (parallel):
1. „Macht hat jede_r“ – Ausgebucht – mit Sebastian Zapff (Dipl. Sozialpäd. (FH), Insofa nach §8a SGB VIII und Fachkraft für Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch, Prozessbegleiter für die Erstellung von Schutzkonzepten (DKSB LV Sachsen) & Katharina Lötzsch (Dip. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge, SRH)
Macht ist in pädagogischen Beziehungen immer vorhanden – und notwendig. Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, ungleiche Machtverhältnisse auszutarieren, Schutz zu gewährleisten und Beteiligung junger Menschen zu ermöglichen. Der Prozess des Gewaltschutzkonzeptes bietet Gelegenheit, die eigene Haltung wiederholt zu hinterfragen und auf die Praktikabilität zu prüfen. Im Workshop kommen wir ins Gespräch über Hindernisse und Lösungen rund um das Gewaltschutzkonzept in stationären Einrichtungen.
2. „Kinder und Jugendliche beteiligen – aber richtig!“ – mit Sprecher_innen der Landesjugendkonferenz (Anna Begowska, Laura Schubert, Artur Legiersky, Lucy Ziegner, Mila Meinel)
In diesem Workshop erarbeiten wir gemeinsam mit Landesjugendsprecher*innen, wie echte Beteiligung aus Sicht junger Menschen gelingt und im Alltag verlässlich verankert wird. Teilnehmende lernen, (1) Beteiligung aus Perspektive junger Menschen differenziert zu beschreiben und in die eigene Praxis zu übersetzen, (2) Rechte (Information, Beschwerde, Mitbestimmung) sichtbar zu machen und deren Einhaltung systematisch zu sichern, (3) Beteiligungsformate altersangemessen, verlässlich und wirksam zu gestalten (u. a. regelhafte Rückmeldeschleifen, klare Mandate). Der Fokus liegt auf authentischen Erfahrungsimpulsen und den Transfer in Einrichtung und Team.
3. Beziehung vor Erziehung? Traumasensibles Arbeiten in der stationären Kinder- und Jugendhilfe als Baustein im Schutzkonzept – Ausgebucht
Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen zeigen oft herausforderndes Verhalten als Folge traumatischer Bindungserfahrungen. Sie zeigen sich wütend, übergriffig, traurig, depressiv, vermeidend, manipulierend, kontrollbedürftig usw. Der Workshop:
– mit Katja Oethe (Dipl.-Sozialpäd., Prozessbegleiterin für die Erstellung von Schutzkonzepten (DKSB LV Sachsen), Traumapädagogin/Traumafachberaterin (DeGPT), Fachkraft pferdegestützte Intervention (PIRT)
4. Strafen in der pädagogischen Praxis – Zwischen Tabu und Alltag – Ausgebucht
Strafen – ein Reizthema! Kaum ein pädagogisches Thema wird so kontrovers diskutiert: Von der Forderung nach völliger Straffreiheit, über „logische Konsequenzen“ bis hin zu ausgefeilten Stufensystemen in der stationären Jugendhilfe – die Meinungen gehen weit auseinander.
Doch was tun, wenn Regeln gebrochen werden? Wie kann eine Einrichtung kindeswohlorientiert handeln und trotzdem ihren pädagogischen Auftrag erfüllen?
In diesem Workshop gehen wir gemeinsam auf Spurensuche:
mit Anna Michels-Boger und Daniela Zeidler, Fachreferent_innen im Kinderschutzbund LV Sachsen e.V.
⏱️ 45 Minuten
Sie können sich auf der zweiten Seite für die Workshops anmelden, bitte nur für einen Workshop.
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🍽️ 12:30 – Mittagspause (vegane/vegetarische Suppenbar)
⏱️ 45 Minuten
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🔍 Workshops – Phase 2
13:15 – Weiterarbeit in den Workshops
⏱️ 90 Minuten
14:45 – Kaffeepause
⏱️ 15 Minuten
15:00 – Präsentationen & Diskussion
Ergebnisse aus den Workshops, gemeinsame Reflexion
⏱️ 30 Minuten
16:00 – Abschluss
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