D13/2025
In der alltäglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommt es immer wieder zu Regelverstößen, Grenzüberschreitungen oder Konflikten. Häufig folgen darauf Konsequenzen in Form von Strafen, welche die Heranwachsenden zu einem angemesseneren Verhalten bewegen sollen. Die Forschung zeigt jedoch schon längst ein anderes Bild: Strafen jeglicher Art zeigen zwar auf kurzfristige Weise Wirkung – jedoch langfristig machen sie mehr Schaden als Nutzen. Und nicht nur das: Strafen sind kein angemessenes Erziehungsmittel und damit per Gesetz unzulässig. Viele Fachkräfte sind daher verunsichert und wissen nicht genau, wie sie mit Fehlverhalten sinnvoll und vor allen Dingen beziehungs- und kindeswohlförderlich umgehen können.
In unserer Fortbildung beschäftigen Sie sich damit, wie Heranwachsende bei Grenzüberschreitungen durch Fehlerfreundlichkeit, Klarheit und auf Augenhöhe in ihrer Entwicklung gefördert werden können. Anhand Ihrer Praxisbeispiele erarbeiten Sie verschiedene Strategien im Umgang mit Fehlverhalten und finden Wege, diese in Ihrem beruflichen Alltag anzuwenden.
Themen sind unter anderem:
- Geschichtliches, Begriffsklärung
- Verhaltensampeln, Belohnungssysteme, Entschuldigungsfloskeln
- Wiedergutmachung und Schadensausgleich
- pädagogischer Werkzeugkoffer und Transfer in den pädagogischen Alltag
Die Fortbildung kombiniert theoretische Inputs mit praxisorientierten Gruppenarbeitsphasen und weiteren Austauschformaten. Sie können eigene Fallbeispiele bearbeiten, um einen direkten Bezug zur Praxis herzustellen.