Fachkraft im institutionellen Kinderschutz
- Kurs Nr. E6/2026
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E6/2026
Gefährdungseinschätzung und Intervention bei institutioneller Kindeswohlgefährdung
Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in Kindertagesstätten, Schulen, Freizeiteinrichtungen oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Das Anliegen dieser Einrichtungen ist es, den junge Menschen einen sicheren Ort zu bieten und damit deren Wohl und Schutz zu gewährleisten.
Obwohl gelebte Schutzkonzepte einen wirkungsvollen Schutzrahmen bieten, kann es dennoch zu Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung kommen. Die Verantwortlichen für Kinderschutz stehen dann vor der Frage, welches Verhalten von Mitarbeitenden das Kindeswohl beeinträchtigt und welche Maßnahmen bei einem konkreten Verdachtsfall in welcher Reihenfolge einzuleiten sind.
Dazu benötigen sie Handlungssicherheit. Hier kann eine Beratung von speziell geschulten Fachkräften unterstützen, um die Situation angemessen einschätzen und zum Wohl der jungen Menschen handeln zu können.
Die Aufgabe der insoweit erfahrenen Fachkraft ist meist die Gefährdungseinschätzung bei vermuteter Kindeswohlgefährdung im familiären Umfeld. Doch zunehmend werden insoweit erfahrene Fachkräfte (ieF) notwendigerweise auch zu Beratungen und Gefährdungseinschätzungen im institutionellen Kontext hinzugezogen. Die Beratung bei vermuteter Gefährdung von jungen Menschen durch Mitarbeitende in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind herausfordernd und komplex.
Möchten auch Sie Wissen und Handlungskompetenz als insoweit erfahrene Fachkräfte im institutionellen Kinderschutz haben und bei Gefährdungseinschätzungen gut beraten können? Benötigen Sie als Kinderschutzverantwortliche im Träger noch Wissen zu institutionellen Rahmenbedingungen und zum Vorgehen bei vermuteter institutioneller Kindeswohlgefährdung? Dann laden wir Sie zu unserer Fortbildung ein.
Das Curriculum befähigt Sie u.a., grenzverletzendes und übergriffiges Verhalten von Mitarbeitenden einzuschätzen und im Zusammenwirken von Leitung, Einrichtung und Trägern einen Maßnahmeplan zum weiteren Vorgehen zu erarbeiten. Sie erlangen Sicherheit in der Rolle als Fachkraft bei Interventionen im institutionellen Kinderschutz.
Themen sind:
Zielgruppe:
Insoweit erfahrene Fachkräfte, Ansprechpersonen im Kinderschutz, Kinderschutzfachkräfte, Stabsstelle/ Fachberatung/Koordination Kinderschutz
Vorrausetzung:
Grundkurs „Ansprechperson im Kinderschutz“ des DKSB Sachsen oder vergleichbare Fortbildungen im Kinderschutz von mind. 30 UE
Termine:
Modul 1: 21.10.2026 – 23.10.2026 jeweils von 09:00-16:30 Uhr
Modul 2: 3 Tage in 2027 jeweils von 09:00-16:30 Uhr
Modul 3: 3 Tage in 2027 jeweils von 09:00-16:30 Uhr
Zwischen dem 2. und 3. Modul ist eine schriftliche Fallarbeit (5 – 8 Seiten) vorzulegen.
Sie erlangen das Zertifikat der Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Freistaat Sachsen als „Fachkraft im institutionellen Kinderschutz“.
Referent_innen:
Anne Marung, Dipl. Sozialpädagogin (FH), Erwachsenenbildnerin (EEB Sachsen), Syst. Paar- und Familientherapeutin (DGSF), Syst. Supervisorin, zertifizierte insoweit erfahrene Fachkraft, Fachreferentin des DKSB LV Sachsen e.V.
Maria Brennecke: Dipl. Pädagogin im Schwerpunkt Elementar- und Familienpädagogik, Syst. Beraterin (DGSF), zertifizierte insoweit erfahrene Fachkraft, Fachberaterin für Kindertagesstätten, Freie Referentin des DKSB LV Sachsen e.V.
sowie Gastreferierende mit Fachexpertise
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