Neues Evaluationsinstrument stärkt Partizipation und Inklusion in Kitas
Evi:P unterstützt pädagogische Teams bei der inklusiven Qualitätsentwicklung
Evi:P unterstützt Kitas dabei, ihre pädagogische Arbeit systematisch weiterzuentwickeln und konsequent an Inklusion, Teilhabe und Kinderrechten auszurichten.
Reflexion statt Kontrolle: Gemeinsam Praxis weiterentwickeln
Evi:P versteht sich nicht als Prüf- oder Kontrollinstrument, sondern als Einladung zur kollegialen Reflexion. Pädagogische Teams können damit:
- Barrieren für Teilhabe im Kita-Alltag erkennen
- vorhandene Stärken sichtbar machen
- konkrete und realistische Entwicklungsschritte planen
Das Instrument kann flexibel eingesetzt werden – von einzelnen Fachkräften, im Team oder in der gesamten Einrichtung. Auch einzelne Themenbereiche lassen sich gezielt bearbeiten.
Sieben zentrale Bereiche inklusiver Kita-Praxis
Im Mittelpunkt von Evi:P stehen sieben Bereiche, die eine inklusive und partizipative Praxis in Kitas prägen:
- Inklusive Willkommenskultur
- Sozial-emotionales Lernen und Interaktion
- Sprachliche Vielfalt und inklusive Kommunikation
- Kindzentrierte und partizipative Pädagogik
- Inklusive Gestaltung der (Lern-)Umgebung
- Einbeziehung der Familien
- Führung und Management
Zu jedem Bereich bietet Evi:P konkrete Kriterien, Reflexionsfragen sowie Platz für Notizen und Praxisbeispiele, die den Transfer in den Kita-Alltag erleichtern.
Partizipation als Kinderrecht im Fokus
Ein zentrales Merkmal der deutschen Adaption von Evi:P ist die klare Ausrichtung auf Partizipation als Kinderrecht.
Das Instrument fragt nicht nur danach, ob Kinder aktiv sind, sondern ob sie tatsächlich an Entscheidungen beteiligt werden, die ihren Alltag betreffen – zum Beispiel bei:
- der Gestaltung von Räumen
- der Planung von Aktivitäten
- alltäglichen Abläufen in der Kita
Damit knüpft Evi:P ausdrücklich an die UN-Kinderrechtskonvention an und stärkt Kinder als eigenständige Akteur:innen ihres Alltags.
Unterstützung für kontinuierliche Qualitätsentwicklung
Evi:P wurde entwickelt, um Kitas langfristig in ihren Qualitätsentwicklungsprozessen zu begleiten. Ein integrierter Entwicklungsplan hilft dabei,
- Ziele festzulegen
- konkrete Maßnahmen zu planen
- Zeiträume zu definieren
- Fortschritte regelmäßig zu überprüfen
So unterstützt das Instrument Einrichtungen dabei, ein gemeinsames Leitbild zu entwickeln und Inklusion alltagsnah und nachhaltig umzusetzen.
Weiterführende Information
Die Broschüre Evi:P – Evaluationsinstrument für eine partizipative und inklusive Praxis in der Kindertagesbetreuung wurde vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. herausgegeben und basiert auf europäischen Qualitätsstandards für inklusive frühe Bildung.
Quelle: der-paritaetische.de