Neues Evaluationsinstrument stärkt Partizipation und Inklusion in Kitas

Evi:P unterstützt pädagogische Teams bei der inklusiven Qualitätsentwicklung
Der Paritätische Gesamtverband hat gemeinsam mit Prof. Dr. Timm Albers und Sarah Meusel von der Universität Paderborn ein neues Evaluationsinstrument veröffentlicht: Evi:P – Evaluationsinstrument für eine partizipative und inklusive Praxis in der Kindertagesbetreuung.
Evi:P unterstützt Kitas dabei, ihre pädagogische Arbeit systematisch weiterzuentwickeln und konsequent an Inklusion, Teilhabe und Kinderrechten auszurichten.
Reflexion statt Kontrolle: Gemeinsam Praxis weiterentwickeln

Evi:P versteht sich nicht als Prüf- oder Kontrollinstrument, sondern als Einladung zur kollegialen Reflexion. Pädagogische Teams können damit:

  • Barrieren für Teilhabe im Kita-Alltag erkennen
  • vorhandene Stärken sichtbar machen
  • konkrete und realistische Entwicklungsschritte planen

Das Instrument kann flexibel eingesetzt werden – von einzelnen Fachkräften, im Team oder in der gesamten Einrichtung. Auch einzelne Themenbereiche lassen sich gezielt bearbeiten.

Sieben zentrale Bereiche inklusiver Kita-Praxis

Im Mittelpunkt von Evi:P stehen sieben Bereiche, die eine inklusive und partizipative Praxis in Kitas prägen:

  • Inklusive Willkommenskultur
  • Sozial-emotionales Lernen und Interaktion
  • Sprachliche Vielfalt und inklusive Kommunikation
  • Kindzentrierte und partizipative Pädagogik
  • Inklusive Gestaltung der (Lern-)Umgebung
  • Einbeziehung der Familien
  • Führung und Management

Zu jedem Bereich bietet Evi:P konkrete Kriterien, Reflexionsfragen sowie Platz für Notizen und Praxisbeispiele, die den Transfer in den Kita-Alltag erleichtern.

Partizipation als Kinderrecht im Fokus

Ein zentrales Merkmal der deutschen Adaption von Evi:P ist die klare Ausrichtung auf Partizipation als Kinderrecht.

Das Instrument fragt nicht nur danach, ob Kinder aktiv sind, sondern ob sie tatsächlich an Entscheidungen beteiligt werden, die ihren Alltag betreffen – zum Beispiel bei:

  • der Gestaltung von Räumen
  • der Planung von Aktivitäten
  • alltäglichen Abläufen in der Kita

Damit knüpft Evi:P ausdrücklich an die UN-Kinderrechtskonvention an und stärkt Kinder als eigenständige Akteur:innen ihres Alltags.

Unterstützung für kontinuierliche Qualitätsentwicklung

Evi:P wurde entwickelt, um Kitas langfristig in ihren Qualitätsentwicklungsprozessen zu begleiten. Ein integrierter Entwicklungsplan hilft dabei,

  • Ziele festzulegen
  • konkrete Maßnahmen zu planen
  • Zeiträume zu definieren
  • Fortschritte regelmäßig zu überprüfen

So unterstützt das Instrument Einrichtungen dabei, ein gemeinsames Leitbild zu entwickeln und Inklusion alltagsnah und nachhaltig umzusetzen.

Weiterführende Information

Die Broschüre Evi:P – Evaluationsinstrument für eine partizipative und inklusive Praxis in der Kindertagesbetreuung wurde vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. herausgegeben und basiert auf europäischen Qualitätsstandards für inklusive frühe Bildung.

Details

Quelle: der-paritaetische.de

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