Kommentar des Paritätischen Sachsen zum Kita-Moratorium: Keine gute Entwicklung für frühkindliche Bildung in Sachsen

Das Kita-Moratorium ist vom Tisch und damit auch die Chance für eine noch höhere Qualität in Sachsens Kitas.

Das Spannungsfeld zwischen dem Anspruch des Freistaates an qualitative Bildung einerseits und den fehlenden Ressourcen andererseits kommentiert Nicole Börner, Referentin für Bildung beim Paritätischen Sachsen: „[…] Langsam könnte man eine Strategie des Kultusministeriums dahinter vermuten, hohe und durchaus auch richtige Ansprüche zu formulieren, die notwendigen Ressourcen jedoch zu verweigern. Das ist in etwa so, als würden Sie ein Fahrzeug mit Vollausstattung ordern, aber nur das Basismodell bezahlen wollen. Damit umgehen muss das Personal vor Ort. Seit Jahren an der Belastungsgrenze, bei hohem Krankenstand und mit zu wenig Zeit für Weiterbildung oder individuelle Förderung der Kinder. Hinzu kommt, dass bei der frühkindlichen Bildung alles der Schulvorbereitung untergeordnet werden soll. Die Begleitung der Kinder im ganzheitlichen Sinn – ihre Lebensvorbereitung – scheint zunehmend aus dem Blick zu geraten. Das ist keine gute Entwicklung.“

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