Kinderkonferenz in Plauen: Mobbing, Rassismus und Schulprobleme im Fokus

Mobbing, Rassismus und weitere Herausforderungen im Schulalltag standen im Mittelpunkt der Kinder- und Jugendkonferenz in Plauen, deren Ergebnisse nun im Bildungsausschuss vorgestellt wurden. Die Ergebnisse der Veranstaltung wurden nun im Bildungsausschuss des Stadtrates vorgestellt.

Rund 80 Schülerinnen und Schüler aus zehn weiterführenden Schulen hatten im vergangenen Sommer an der inzwischen dritten Konferenz im Plauener Rathaus teilgenommen.

Initiiert wird das Beteiligungsformat vom Deutschen Kinderschutzbund, vor Ort ist der Kinderschutzbund Plauen an der Organisation beteiligt. Ziel ist es, Jugendlichen eine Stimme zu geben und ihre Anliegen in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

Im Bildungsausschuss berichteten die Schülersprecherinnen Amely Kropfgans und Leonie Rowan von den zentralen Themen der Konferenz. Neben Mobbing und Gewaltängsten wurden unter anderem Unterrichtsausfall, Lehrermangel, fehlende Privatsphäre sowie Einsamkeit angesprochen.

Besonders kritisch diskutierten die Jugendlichen:
• fehlende oder nicht bekannte Schutz- und Präventionskonzepte an Schulen
• übermäßigen Medienkonsum und dessen Auswirkungen
• unangemessenes Verhalten einzelner Lehrkräfte
• Einschränkungen beim Toilettengang während des Unterrichts

Die Schilderungen führten im Ausschuss zu nachdenklichen Reaktionen. Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrates signalisierten Gesprächsbereitschaft und betonten die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs mit jungen Menschen.

Die Kinder- und Jugendkonferenz hat sich in Plauen inzwischen als festes Beteiligungsformat etabliert. Sie stärkt demokratische Mitwirkung und macht deutlich, dass die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen in politische Prozesse einbezogen werden sollen.

Hier finden sie den gesamten Artikel der Freien Presse:
https://e-paper.freiepresse.de/artikel/5e66fa551323330f0abf85efe7fde48acab930fee6619b530fe58ede67d4fbca

 

Nach oben scrollen