Austausch mit Staatsminister Sebastian Gemkow: Schutzkonzepte an Hochschulen im Fokus

Am 21. August 2025 trafen sich Vertreter_innen des Kinderschutzbundes Landesverband Sachsen mit dem Sächsischen Staatsminister für Wissenschaft, Sebastian Gemkow, zu einem einstündigen Fachgespräch in Dresden. Teilgenommen haben Silke Brewig-Lange, Olaf Boye, Katja Sturm (Referentin für Schutzkonzepte) sowie Noah Denjanovic, Mitglied des Bundesbetroffenenrates und Mitinitiator der Veranstaltungsreihe „Kinderschutz an Schule“ für Lehramtsstudierende.

Nach einer kurzen Vorstellung des Kinderschutzbundes und seiner Arbeit in Sachsen stand das Thema Schutzkonzepte an Hochschulen und Universitäten im Mittelpunkt des Gesprächs. Der Kinderschutzbund betonte die wachsende Bedeutung sicherer Orte für Kinder und Jugendliche – auch im Kontext von Ausbildungseinrichtungen für pädagogische Fachkräfte.

Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass es bislang keine verpflichtenden Lehrveranstaltungen zum Thema Kinderschutz im Lehramtsstudium gibt. Gleichzeitig absolvieren Studierende bereits früh Praktika an Schulen und benötigen hierfür grundlegendes Wissen im Umgang mit Kindeswohlgefährdung. Ein Schutzkonzept an Hochschulen könnte nicht nur Studierende, sondern auch Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende besser schützen.

Zentrale Aspekte des Gesprächs waren:

  • Die Notwendigkeit verbindlicher Elemente von Schutzkonzepte an Hochschulen, ähnlich denen in der Jugendhilfe.
  • Die Einführung von Handlungsleitfäden, Ansprechpersonen und Beschwerdewegen an Hochschulen.
  • Die Aufnahme von Kinderschutz-Inhalten in die Landesprüfungsordnung für Lehramtsstudiengänge.
  • Die Rolle der Dekanate bei der strukturellen Verankerung von Schutzkonzeptelementen.

Gemeinsam mit dem Staatsminister wurden Wege gesucht, wie es gelingen kann, mit den entsprechenden Bereichen der sächsischen Hochschulen für dieses wichtige Thema ins Gespräch zu kommen.

Das Projekt „Sichere Orte für Kinder“ wurde als Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Hochschulen und dem Kinderschutzbund vorgestellt. Es zeigt, wie durch Engagement junger Menschen und fachliche Begleitung konkrete Schutzmaßnahmen entstehen können.

Der Kinderschutzbund dankt Staatsminister Gemkow für das offene und interessierte Gespräch. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit, um Kinderschutz auch im Hochschulbereich nachhaltig zu verankern.

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