Appell zum Erhalt der Qualität der sozialpädagogischen Ausbildungen und der Qualitätssicherung in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Diakonie Deutschland, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V., fordern in einem breit unterstützten Appell an die Bundesländer und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), das System der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland handlungsfähig zu halten und keine Qualitätseinbußen in Ausbildung und Praxis zuzulassen.

Der Appell wendet sich insbesondere gegen die jüngsten Pläne von Bund und Ländern, zur Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte für Kitas, Ganztags- und Jugendhilfeeinrichtungen die Standards für Qualität und Professionalität in der Berufsausbildung aufzuweichen. Im Dezember 2024 hatten die Konferenzen der Minister für Kultus (KMK) sowie für Jugend und Familie (JFMK) beschlossen, die Erstausbildung für sozialpädagogische Assistenzkräfte zu reformieren und sie künftig in den Bereichen Kita, Ganztag und Hilfen zur Erziehung den staatlich anerkannten Fachkräften gleichzustellen – die üblicherweise eine deutlich längere und fundiertere Ausbildung absolviert haben. Gegen diesen Weg der Deprofessionalisierung richtet sich der Appell.

„Damit Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene den aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen – Spaltung der Gesellschaft, Inklusion, Integration, Demokratie – gewachsen sind, muss in ihre Begleitung, Unterstützung und Bildung investiert werden.“, so die Unterzeichner_innen.

Hier gibt es weitere Informationen: https://oeffentliche-private-dienste.verdi.de/mein-arbeitsplatz/bildung-und-erziehung/++co++b3abcf14-e248-11ef-ad7c-7581c688161b

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