Nachbetrachtung: EAF-Fachtag "Was leistet Familienbildung in der Region?"

FT Familienbildung Ulrich Menke SMS 2Unter dem Titel "Was leistet Familienbildung in der Region?" fand am 27.11.2018 ein Fachtag im Deutschen Hygienemuseum Dresden statt. Eingeladen hatte die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e.V. (EAF) und ca. 50 Teilnehmer/-innen aus allen Regionen Sachsens waren gefolgt.

 

Ulrich Menke vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und Friedhelm Fürst von der EAF e.V. leiteten mit ihren Grußworten direkt zum Thema über. Herr Prof. Dr. Constantin Hille, Dozent an der Hochschule Zittau/Görlitz, referierte im Weiteren über Fragen der Intergenerativität in der Familienbildung: Wie kommen Jung und Alt innerhalb eines Familiensystems wirklich miteinander zurecht? Wer vermittelt in diesen Prozessen des Zusammenlebens? Welche Chancen und Probleme gibt es? Aber auch: Wie können die Fachkräfte der Familienbildung die Familien wirklich in allen Lebensphasen unterstützen?


Eine These lautete: „Die Familie ist immer auch Gemeinschaft, die Stress bedeutet“. Gerade in Zeiten einer Debatte um den Wert von Arbeit und Arbeitskraft, ist ein offener Diskurs zur bestmöglichen Familienunterstützung – auch in der Phase des Altwerdens von Menschen – unerlässlich.

 

FTFamilienbildung DHMD 2018 4 2Eva Brackelmann, Geschäftsführerin der EAF e.V., erläuterte ihr Projekt sogenannter Regionalkonferenzen Familienbildung: 2018 wurden an drei Terminen in drei Regionen (Plauen, Torgau, Görlitz) wichtige Kooperationspartner von Familien in den jeweiligen Regionen eingeladen, um über wichtigste Themen der Familien und der Bildungsarbeit zu sprechen. Überschriften waren jeweils: Zielgruppen, Erreichbarkeit der Eltern und Maßnahmenplanung. Das Ergebnis: Es geht in allen Gegenden, vor allem in ländlichen Räumen, immer um Finanzierung, Personalressourcen und weite Anfahrtswege.

 

Eine wichtige Aussage war ebenfalls, dass es den ländlichen Raum an sich nicht gibt. Ländliche Räume sind heterogen, der in Nordsachsen ist anders, als der ländliche Raum im Erzgebirge. Damit kann es auch keine einheitlichen Konzepte geben. Wichtig für gelingende Bildungsangebote in den Räumen sind Koordinatorinnen und Koordinatoren, die vermitteln, Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Angebote ins Laufen bringen sowie am Laufen halten.

 

Am Nachmittag diskutierten die Anwesenden in fünf Panels das eigene Erfahrungswissen:
•             Das Potential der jungen Alten
•             Familienbildung im ländlichen Raum: Bedarfe ermitteln, Lücken schließen.
•             Migration, Integration, Inklusion: Wie gelingt Teilhabe an Familienbildung für alle Familien?
•             #Familie: Der Einsatz digitaler Medien in der Familienbildung
•             Nur für die Mittelschicht? Welche Zielgruppen kann Familienbildung erreichen?

 

Unser Verband nahm in zwei Rollen an dem Fachtag teil: Als Mitdiskutantin (durch unsere Fachreferentin Angela Lüken) und als Workshopmoderator (durch Prof. Dr. Klemm in seiner Geschäftsführungsfunktion in der VHS Sachsen und Vorstandsmitglied unseres Verbandes). Weitere Ergebnisse des Fachtages finden Sie auf der Homepage der EAF e.V.

 


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