Rahmenempfehlung zu einem Schutzkonzept zur Verhinderung von Gewalt und sexuellem Missbrauch zum Download bereit

kinderschutzGrenzverletzungen, Gewalt und sexueller Missbrauch sind häufig keine Versehen, sondern geplante Taten. Damit es nicht dem Zufall überlassen bleibt, ob Mädchen und Jungen geschützt werden, braucht auch Prävention in Einrichtungen und Institutionen einen Plan: ein Schutzkonzept. Institutionen und Einrichtungen des Bildungs-, Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialsektors, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, stehen vor der Herausforderung, sich zu einem möglichst sicheren Ort zu entwickeln.

 

Schutzkonzepte zur Prävention und Intervention sind ein Zusammenspiel aus Analyse, strukturellen Veränderungen, Vereinbarungen und Absprachen sowie Haltung und Kultur einer Organisation. Der DKSB e.V. hat auf seinen Kinderschutztagen 2015 vereinbart, dass alle Orts- und Kreisverbände des DKSB e.V. bis 2018 Schutzkonzepte in ihren Institutionen eingeführt haben sollen. Da die Einführung und Implementierung längere Zeit in Anspruch nimmt, gehen wir davon aus, dass zumindest bis zum Ende diesen Jahres erste Schritte überall gemacht wurden.

 

Um Ihre Arbeit vor Ort zu unterstützen, haben wir für alle Verbände des DKSB e.V.  in Sachsen und andere Interessierte innerhalb unserer Facharbeitsgruppe eine Empfehlung erarbeitet. Diese hilft Ihnen ggf. bei den ersten Schritten zur Entwicklung eines Schutzkonzeptes. Diese Fachempfehlung könne Sie hier als PDF herunterladen.

 

Gerne können Sie auch weitere Infoveranstaltungen, Fortbildungen und unseren Fachtag "Gemeinsam schützen wir die, die Schutz brauchen" am 05.11.2018 besuchen.

 

Warum sind Schutzkonzepte wichtig?

Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, stehen vor der Herausforderung, diesen jungen Menschen geschützte Räume anzubieten. Schulen, Kitas, Kirchengemeinden, Internate, Sportvereine, stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe, Krankenhäuser und andere Institutionen sollen Bedingungen schaffen, die das Risiko senken, zum Tatort von Grenzverletzungen, Gewalt und sexuellem Missbrauch zu werden. Zudem sollen Mädchen und Jungen in der Institution Hilfe durch kompetente Ansprechpersonen finden, wenn ihnen dort oder andernorts – beispielsweise im familiären Umfeld – Grenzverletzungen, Gewalt und sexueller Missbrauch angetan werden.

 

Wie entstehen Schutzkonzepte?

Die Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten liegt in der Verantwortung der Leitung einer Institution. Wichtig ist, dass es ihr frühzeitig gelingt, die Mitarbeitenden zu motivieren, sich aktiv an diesem Organisationsentwicklungsprozess zu beteiligen und ihre spezifische Perspektive einzubringen. In diesem Prozess sollte sich die Institution von Beginn an von einer spezialisierten Fachberatungsstelle, wie der AGJF oder dem Jugendring Sachsen begleiten lassen. Neben Erfahrung und Fachkompetenz hat die Fachberatungsstelle den unabhängigen Blick von außen, der Betriebsblindheit und die damit verbundenen Auslassungen verhindern, aber auch Dynamiken innerhalb der Institution erkennen kann, die im Konzept berücksichtigt werden müssen.


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