„Schieb den Gedanken nicht weg!“ – Kampagne für ein Umdenken bei sexueller Gewalt gegen Kinder gestartet

paus und claus plakateAnlässlich des 8. Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt im November 2022 haben Bundesfamilienministerin Lisa Paus und die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Kerstin Claus, in Berlin die gemeinsame Aufklärungs- und Aktivierungskampagne „Schieb den Gedanken nicht weg!“ vorgestellt. Die Botschaft: Kinder und Jugendliche sind vor allem im eigenen Umfeld der Gefahr sexueller Gewalt ausgesetzt. Ziel ist, dass mehr Menschen verstehen: sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche kann es auch im persönlichen Umfeld geben. Wenn Erwachsene sensibilisiert sind, können Kinder und Jugendliche schneller Hilfe erhalten. Wenn Sie die Kampagne unterstützen möchten, finden Sie hierfür auf www.nicht-wegschieben.de unter dem Reiter „Mitmachen“ fortan zahlreiche Kommunikationsmaterialien zum Download (u. a. TV-Spot in unterschiedlichen Versionen, GIFs für Instagram o.ä.). Printmaterialien können jederzeit über den Webshop des BMFSFJ bestellt werden: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen .

 

„Schieb den Gedanken nicht weg!“ ist als mehrjährige Kampagne konzipiert. Neben einer Vielzahl von Informationsmaterialien stärkt die Kampagne lokale Netzwerke und kommunale Initiativen und unterstützt diese mit einem Kampagnenbüro. Durch die Zusammenarbeit von Fachpraxis, Politik und Zivilgesellschaft sollen nachhaltige Bündnisse vor Ort zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt erreicht werden. Auch der Nationale Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Partner, der die Kampagne und die bundesweiten und lokalen Aktivierungsmaßnahmen unterstützt.

 

Wir finden: eine unterstützenswerte Sache, denn die Kampagne stellt gewohnte familiäre Denkmuster in Frage und weist auf die reale Gefahr von sexueller Gewalt im persönlichen Umfeld hin. Wichtigste Ziel muss es dabei immer sein, Menschen zu befähigen, aktiv zu werden, wenn sie Verdacht auf (sexuellen) Kindesmissbrauch schöpfen.