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Internationale Jahresarbeitstagung 2012

Vom 8. bis 9.11.2012 fand in Ústí nad Labem die 20. Internationale Jahresarbeitstagung der deutschen, tschechischen und polnischen Organsiationen statt, die sich mit gewaltfreier Erziehung von Kindern beschäftigen. Mehr als 60 Fachleute – Pädagogen, Sozialarbeiter und -Berater diskutierten im trinationalen Kontext über wichtige Fragen und Werte auf dem Gebiet der Erziehung.

 

Zu den wichtigsten Gästen gehörten Mgr. Ing. Lenka Doubravová, die im Namen des öffentlichen Rechtschützers JUDr. Varvařovský die gegenwärtige Tätigkeit des Büros vorstellte; weiter dann für die deutsche Seite Herr Schindzielorz (DPWV), der auf das Thema der psychischen Kinderarmut aufmerksam machte. Eine Suche nach starken Finanzpartnern bei der Durchsetzung von Kinderinteressen akzentuierte Herr Bartosz Sowier, Direktor des Kabinetts des Beauftragten für Kinder in Polen erwähnte wichtige Themen im Bereich der Kinderrechte, wie Kinderprostitution, in das Kriegsgeschehen einbezogene Kinder oder Kinder als Handelsware. Einen interessanten Beitrag zur Familienbildung in Österreich hat der Konferenzgast des Österreichischen Kinderschutzbundes, Sascha Hörsthofer, vorgetragen.

 

Den Teilnehmern wurde eine Chronik der 20-jährigen Zusammenarbeit in tschechischer, deutscher und polnischer Sprache vorgestellt (siehe Downloadbereich), die die Inhalte der bisherigen Tagungen – Voneinander lernen und den gegenseitigen Respekt auf allen Ebenen der trinationalen Zusammenarbeit - akzentuiert. Dr. Heinz Zschache, Autor der Chronik, betrachtet diese Tagungen und die Zusammenarbeit für eine präventive Tätigkeit gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit und betonte die Idee eines Zusammenwachsens der Länder im Herzen Europas. Diese Idee unterstützte auch der Leiter der polnischen Delegation Josef Pawlowski, der folgendes Motto nützte: „Weiter als über den Rand des eigenen Tellers zu sehen“.

 

Den ersten, auf den Kurs Starke Eltern – Starke Kinder® orientierten Workshop, unter der Bezeichnung „Mehr Freude mit Kindern“ leitete Frau Paula Honkanen-Schoberth (DKSB Bundesverband) und sprach u. a. über das Recht des Kindes auf eigene Meinung. Sie stellte andere Zugangsweisen zur gegenseitigen Wertschätzung zwischen Eltern und Kindern vor; hob den Bedarf an klaren Werten hervor oder akzentuierte das Zuhören in der Familie oder die Kunst die richtige Frage zu stellen. Der zweite Workshop war auf  die Freiwilligentätigkeit junger Menschen und für junge Menschen orientiert und ermöglichte das Kennenlernen einiger konkreter Freiwilligenprogramme und -prinzipien im Bereich der Freiwilligentätigkeit in der tschechischen Republik.

 

Gewalt hat keinen Platz in der Erziehung und alle Formen des bürgerlicher Engagements gegen Gewalt in Familien sind nötig. Eine Gewaltfreie Erziehung kann man lernen; der Frieden im Kinderzimmer ist fruchtbarer Boden für eine friedliche Welt. Alle beteiligten Organisationen appellierten an die Medien, verstärkt Impulsen und Programmen Aufmerksamkeit zu widmen, die auf die Vermeidung von Gewalt orientiert sind, denn Kinder sollen in einer liebe- und verständnisvollen Atmosphäre aufwachsen.

 

Organisator dieser Jubiläumstagung war die tschechische Seite – das Dobrovolnické centrum (Freiwilligenzentrum) mit Sitz in Ústí nad Labem.

 


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