Deutscher Kinderschutzbund (DKSB) weihte ersten „Platz der Kinderrechte“ in Deutschland ein

platz der kinderrechte 2017Mit einer bunten Demonstration für ihre Rechte haben 500 Kinder in Höhr-Grenzhausen (Rheinland-Pfalz) am 22.09.2017 den ersten offiziellen „Platz der Kinderrechte“ Deutschlands in Besitz genommen. Der Vizepräsident und Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), Christian Zainhofer, würdigte die einstimmige Namensvergabe durch den Stadtrat als Beleg dafür, dass die Kinderrechte auf lokaler Ebene ernst genommen werden.

 

„Aus diesem Grund hat sich der Bundesvorstand entschieden, die zentrale Veranstaltung des DKSB anlässlich der Widmung dieses Platzes in Höhr-Grenzhausen stattfinden zu lassen. Damit wollen wir ein Zeichen zu setzen, dass wir in der kommenden Legislaturperiode mit allen, die unsere Forderung unterstützen, weiter für die Kinderrechte kämpfen werden.“ Der DKSB fordert den neuen Bundestag auf, die Kinderrechte endlich im Grundgesetz festzuschreiben. Abordnungen aus allen Schulen der Verbandsgemeinde, Musik und Gesang bildeten den Rahmen für einen bislang in Deutschland einmaligen Vorgang: Eingeweiht wurde der erste „Platz der Kinderrechte“, der diesen Namen nicht nur symbolisch erhalten hat, sondern durch einen rechtsstaatlichen Akt. „In Höhr-Grenzhausen werden die Kinderrechte auf lokaler Ebene gelebt und in vielfältigen Projekten in den Alltag eingebunden“, sagte Bürgermeister Thilo Becker (Verbandsgemeinde). Stadtbürgermeister Michael Thiesen fügte hinzu, dass in den Schulen und Kindertagesstätten in Kooperation mit dem Kinderschutzbund ein Bewusstsein für die Rechter der Kinder entstanden ist. Gemeinsam enthüllten sie anstelle eines standardisierten Namensschildes ein Kunstwerk aus Keramik und Basaltsäulen.

 

Landtagspräsident Hendrik Hering zeigte sich beeindruckt: Für ihn ist dieser Platz „eine Aufforderung an jeden von uns, die Rechte der Kinder zu schützen. Wir müssen uns täglich dafür einsetzen, dass Kinder ohne Armut und Gewalt und mit gleichen Chancen auf Bildung und persönliche Entwicklung aufwachsen.“ Rheinland-Pfalz hat die Kinderrechte schon 2001 in der Landesverfassung verankert und will sich dafür einsetzen, dass sie auch ins Grundgesetz aufgenommen werden.

 

Die Einweihungsfeier könnte der Auftakt für eine Reihe solcher Namensgebungen sein: Höhr-Grenzhausen übergab einen „Staffelstab“ an den Geschäftsführer des DKSB-Ortsverbandes Mainz, Uwe Hinze. Die Landeshauptstadt plant, den zentralen Goethe-Platz mit der offiziellen Zusatzbezeichnung „Platz der Kinderrechte“ zu versehen. Weitere Initiativen nach dem Vorbild von Höhr-Grenzhausen werden unter anderem aus Hessen, Bremen und Schleswig-Holstein gemeldet.

 


Sie können unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen.  

spende web button klein

logoinitiativetransparenz